Der Anruf kommt an einem Dienstagvormittag. Der Kunde braucht den Nachweis der letzten Prüfung, heute noch, für seine eigene Dokumentation. Und dann beginnt die Suche: In welchem Jahr war das? Wer war draußen? Liegt das Protokoll im Postfach, im Ordner auf dem Laufwerk oder als Foto auf dem Diensthandy eines Monteurs, der gerade auf der Autobahn ist?
Das Prüfen selbst ist Ihr Handwerk. Sie haben die Geräte, die Qualifikation und die Routine — und wir schreiben Ihnen darin nichts vor: Welche Anlage in welchem Abstand dran ist, was im Protokoll stehen muss und ob es genügt, entscheiden Sie als Fachbetrieb.
Was in den Elektrobetrieben, die uns ansprechen, tatsächlich weh tut, ist die Büroarbeit um die Prüfung herum: der Termin davor, das Papier danach, der Nachweis, den Wochen später jemand sucht. Auf der Liste steht dabei alles durcheinander: die Unterverteilung im Keller der Hausverwaltung, der Baustromverteiler, der zwischen drei Baustellen wandert, die Wallbox in der Tiefgarage, die PV-Anlage mit Speicher und andere. Jedes davon mit eigener Fälligkeit.
Dieser Beitrag sagt deshalb nur eines — welche dieser Handgriffe krafteq Handwerk übernimmt, welche ausdrücklich nicht, und was dadurch vom Schreibtisch verschwindet. Den gesamten Funktionsumfang für Ihr Gewerk finden Sie auf der Seite Software für Elektrobetriebe.
Was das System übernimmt — und was bei Ihnen bleibt
Das ist die ganze Antwort auf die Frage, was eine Software hier ausrichten kann. Links steht, was heute Handarbeit ist. Rechts steht, was Handarbeit bleibt — weil es fachlich Ihre Entscheidung ist.
| Heute Handarbeit im Büro | Was krafteq Handwerk übernimmt | Was bei Ihnen bleibt |
|---|---|---|
| Nach der Prüfung ausrechnen, wann die Anlage wieder dran ist, und die Jahreszahl überschreiben | Der Folgevorgang entsteht aus dem erledigten, je Anlage | Den Abstand festlegen |
| Jeden Monat die Tabelle nach Fälligkeiten durchgehen | Fällige Vorgänge stehen in der Planung, neben Baustellen und Reparatureinsätzen | Entscheiden, wer wann rausfährt |
| Protokoll auf Papier ausfüllen, abends im Büro abtippen | Dasselbe Protokoll auf Handy oder Tablet, direkt am Vorgang | Festlegen, welche Felder darin stehen |
| Fotos aus drei Diensthandys und einem Postfach zusammensuchen | Fotos, Dokumente und Zeiten hängen am Vorgang | Fotografieren wie bisher |
| Den Nachweis für den Kunden zusammenstellen | Dokument aus Ihrer Vorlage, Versand per E-Mail aus dem Vorgang | Freigeben, was rausgeht |
| Die Rechnung zur Prüfung separat im Textprogramm tippen | Abrechnung aus demselben Vorgang, als E-Rechnung | Preise und Freigabe |
| Beim nächsten Anruf rekonstruieren, wer zuletzt draußen war | Historie am Vorgang und in der Kundenakte | Bewerten, was daraus folgt |
Die rechte Spalte ist der Punkt. Ein Rechner kann nicht wissen, in welchem Abstand eine Anlage dran sein muss und was ein Prüfergebnis bedeutet — das ist Ihre Fachverantwortung, und ein Anbieter, der sie Ihnen abnehmen will, sollte Sie misstrauisch machen. Was ein Rechner kann: sich Termine merken, Papier an die richtige Stelle hängen und dieselbe Information nicht zweimal tippen lassen.
Der Anruf vom Anfang ist damit kein Suchauftrag mehr, sondern ein Handgriff: Kundenakte öffnen, Objekt wählen, Protokoll und Fotos der letzten Prüfung liegen dort. Und weil die Abrechnung an demselben Vorgang hängt, wird die Prüfung nicht zweimal erfasst — einmal für die Dokumentation und einmal für die Rechnung. Wie die Prüforganisation im System aufgebaut ist — Serie je Anlage, Fragebogen als Protokoll, Historie am Vorgang —, steht auf der Seite Prüftermine verwalten im Elektrobetrieb.
Dieser Beitrag gibt keine Rechtsauskunft und legt keine Prüffristen fest. Welche Fristen und welcher Prüfumfang für eine konkrete Anlage gelten, ergibt sich aus der DGUV Vorschrift 3 samt Durchführungsanweisungen, der Gefährdungsbeurteilung und der für Ihren Betrieb zuständigen Vorgabe — nicht aus einer Softwareeinstellung.
Warum die Tabelle irgendwann kippt
Wenn die Prüforganisation bei Ihnen eine Tabelle mit Kunden, Anlagen und Jahreszahlen ist, dann funktioniert sie — solange eine Person sie führt und diese Person da ist.
Sie hört auf zu funktionieren, wenn der Betrieb wächst. Dann stehen in derselben Zeile drei Objekte desselben Kunden — etwa die drei Filialen eines Bäckers — mit unterschiedlichen Fristen. Ein Objekt fällt aus dem Rhythmus. Ein Monteur ist im März draußen statt im Januar, korrigiert die Tabelle aber nicht. Und irgendwann ist die Frage nicht mehr, ob geprüft wurde, sondern ob jemand es nachweisen kann.
Der Maßstab ist dabei ein anderer, als man vermutet: Nicht die vierhundert Geräte beim einen großen Kunden bringen die Liste an ihre Grenze, sondern die achtzig kleinen Kunden — die Arztpraxis, die Bäckerei mit Knetmaschine, Ofen und Kühlung, die Kita, das Steuerbüro, die Hausverwaltung mit vier Objekten. Jeder einzelne davon ist eine Kleinigkeit. Die Tabelle kippt nicht an der Zahl der Geräte, sondern an der Zahl der Termine, die alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten fällig werden.
Ein Termin, der niemandem auffällt, ist die stille Variante des Problems — und die teure. Denn die Prüfung, die vergessen wird, meldet sich nicht.
Der nächste Termin entsteht aus dem letzten
Wiederkehrende Prüfungen sind in krafteq Handwerk eine Serie: ein Vorgang, der sich in geplanten Abständen selbst wieder erzeugt, mit einem eigenen Termin je Anlage oder Objekt. Er entsteht in dem Moment, in dem der Monteur den vorigen abschließt — niemand schreibt eine Jahresliste ab. Drei Dinge daran sind mehr als Bequemlichkeit:
- Die Anlage ist die Planungseinheit, nicht der Kunde. Drei Objekte desselben Kunden haben drei eigene Termine und dürfen unterschiedlich fällig sein — ohne dass daraus drei Tabellenzeilen werden, die auseinanderlaufen.
- Fällige Prüfungen landen dort, wo Sie ohnehin hinsehen. Sie werden disponiert wie jeder Auftrag — keine zweite Liste neben der ersten.
- Ihre Begriffe stehen drin. Wie eine Auftragsart heißt, welche Status sie durchläuft, welcher Nummernkreis und welche Dokumentvorlagen dazugehören, ist eine Einstellung und keine Programmierung. Heißt es bei Ihnen Wiederholungsprüfung, dann heißt es im System auch so.
Das Protokoll ist Ihr Formular, nicht unseres
Das Prüfprotokoll heißt im System Fragebogen und ist genau das: ein Protokollgerüst, dessen Felder, Reihenfolge und Pflichtangaben Sie festlegen — für die Unterverteilung einen anderen Satz als für die Kabeltrommel, und für den Baustromverteiler noch einmal einen eigenen. Wir liefern die Mechanik, nicht den fachlichen Inhalt.
Der Grund ist ein sehr praktischer: Läuft Ihre Prüfung anders ab als das Formular, das ein Softwarehersteller dafür entworfen hat, dann füllt der Monteur eben doch wieder das eigene Papier aus und tippt es später ab — womit die Dokumentation zurück im Postfach liegt und die Software nichts eingespart hat, sondern einen Arbeitsschritt hinzugefügt.
Ausgefüllt wird auf dem Gerät, das ohnehin dabei ist: Die Oberfläche läuft im Browser auf Smartphone und Tablet, die Baustelle sieht dabei eine schlanke Tagesansicht mit Auftrag, Aufmaß, Zeiten und Belegen — keine Preise, keine Kundendaten, keine Einstellungen. Und weil pro Betrieb abgerechnet wird und nicht pro Kopf, kostet der Zugang für den nächsten Monteur nichts extra.
Was das System nicht macht
Vier Grenzen, damit sie niemand erst im Testzugang entdeckt:
- Kein zertifiziertes Prüfmodul. krafteq Handwerk ist keine geprüfte oder zertifizierte Prüfsoftware, und wir stellen keine Zertifizierung je Kundeninstallation in Aussicht. Ob ein Protokoll den Anforderungen genügt, die für Ihre Kunden und Ihre Aufsicht gelten, entscheiden Sie als Fachbetrieb.
- Keine Messgeräte-Anbindung. Es gibt keine Schnittstelle, die Messwerte aus Ihrem Prüfgerät übernimmt. Werte werden im Fragebogen erfasst, Geräte-Ausdrucke und Berichte hängen Sie als Dokument oder Foto an den Vorgang.
- Keine Anmeldung bei Netzbetreibern oder Registern. Für PV, Wallbox und Speicher trägt das System den Vorgang — Aufgaben, Termine, Dokumente, Zuständigkeiten —, nicht die Meldung.
- Kein Portal für Ihre Kunden. Niemand außerhalb Ihres Betriebs bekommt einen Zugang; Nachweise gehen als Dokument per E-Mail raus.
Wenn Ihr Betrieb darüber hinaus etwas braucht — ein bestimmtes Protokoll-Layout, eine zusätzliche Auswertung —, gehört das in den Feinschliff nach dem Start, dessen Umfang wir vorher im Angebot festhalten.
Warum das in einer Miet-Software schwerer ist
Die etablierten Abo-Anbieter bilden wiederkehrende Prüfungen unterschiedlich tief ab, teils als Zusatzmodul. Der strukturelle Unterschied liegt aber woanders: Im standardisierten Mandantenbetrieb, in dem viele Betriebe dieselbe Installation teilen, sind kundenspezifische Änderungen typischerweise stärker begrenzt; der konkrete Umfang unterscheidet sich je Anbieter. Ihre Prüfsystematik muss deshalb in das passen, was der jeweilige Standard vorsieht — eigene Felder, eigene Auftragsarten und eigene Vorlagen enden dort, wo dessen Konfiguration endet. Und wo der Preis an Zugängen hängt, ist der nächste Monteurs-Zugang eine Preisfrage — wie die einzelnen Anbieter rechnen, steht mit Quellen im Vergleich von Abo-Software und eigener Software.
krafteq Handwerk läuft als eigene Installation je Betrieb: eigene Datenbank, eigene Konfiguration — auf Wunsch auf Ihrem eigenen Server oder vollständig ohne Internetanbindung im eigenen Netz, was für Anlagendaten und Prüfergebnisse ein Argument sein kann. Das Modell im Detail steht unter Handwerkersoftware kaufen.
Fragen aus dem Elektrobetrieb
Können wir die bestehende Prüfliste übernehmen? Kunden, Objekte und Anlagen mit ihren letzten Prüfterminen lassen sich aus einer Tabelle übernehmen; daraus entstehen die Serien mit den nächsten Fälligkeiten. Was an Altprotokollen als PDF vorliegt, hängen Sie an den jeweiligen Vorgang.
Wie erfährt das Büro, dass etwas fällig wird? Fällige Vorgänge tauchen in der Planung auf und werden disponiert wie jeder andere Auftrag. Sie arbeiten dieselbe Liste ab, in der auch die Reparatureinsätze und Baustellen stehen — nicht eine zweite Liste daneben.
Schreibt uns die Software Prüffristen oder Prüfschritte vor? Nein. Abstände, Felder und Bewertung legen Sie fest; das System merkt sich Termine, führt Protokolle am Vorgang und erzeugt die Dokumente daraus. Fachlich reden wir Ihnen nicht hinein — und ein zertifiziertes Formular ist das Ergebnis ausdrücklich nicht.
Bekommen wir Vorlagen, oder fangen wir bei Null an? Die Installation kommt mit Vorlagen und Begriffen des Elektrohandwerks, nicht als leeres System. Ein Protokoll, das exakt Ihrer Praxis entspricht, bauen wir mit Ihnen über die Fragebögen und die Drucklayouts.
Fazit
Die Prüfung ist Ihr Handwerk. Der Termin, das Protokoll, der Nachweis und die Rechnung danach sind Büroarbeit — und genau die geht in Tabellen und Postfächern verloren. Wiederkehrende Serien, selbst festgelegte Fragebögen und eine Historie am Vorgang nehmen diesen Teil ab, ohne Ihnen fachlich hineinzureden.
Ob das für Ihren Betrieb trägt, sehen Sie am schnellsten an einer echten Anlage aus Ihrem Bestand: Testen Sie kostenlos — wir richten Ihre Testinstanz von Hand ein, zugeschnitten auf das Elektrohandwerk. In der Regel steht sie innerhalb von drei Werktagen — ohne Verkaufstermin, ohne Verpflichtung. Legen Sie eine wiederkehrende Prüfung an und schauen Sie, was beim zweiten Termin davon übrig ist. Wir führen krafteq Handwerk gerade mit den ersten Betrieben ein — Sie testen kostenlos, das individuelle Angebot kommt danach.
